Polymerbeschichtungen

Vor- und Nachteile von Polymerbeschichtungen

Nanobeschichtungen auf Silikon-Basis

Im Wesentlichen gilt es zwei große Gruppen zu unterscheiden: Produkte auf Polymer-Basis und Produkte auf Mineral-Basis. Erstere bilden die Art von Produkten, die schon länger am Markt vertreten sind. Sie sind die Art von Produkten, die in verschiedenster Form beispielsweise in Läden für Autozubehör erworben werden können. Sie sind vergleichsweise kostengünstig herzustellen und als wesentlicher Punkt sehr einfach in der Anwendung für den Verbraucher. Man muss weniger Sorgfalt bei der Vorbereitung der zu beschichtenden Oberflächen walten lassen und die Effekte sind vergleichsweise beeindruckend. Wasser oder Öl perlen hervorragend von dieser Beschichtung ab. Zunächst also überwiegen die Vorteile.

Jedoch rufen die verwendeten Substanzen auch Nachteile hervor, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Wesentlich sind hierbei zwei Punkte: die Beschichtung ist nicht resistent gegen mechanische Beanspruchung, also es ist nur eine bedingte, kurzzeitige Abriebfestigkeit gegeben und die Produkte können nicht UV-beständig sein. Das liegt an den zum Einsatz gebrachten Polymeren, die sich unter Sonneneinstrahlung zersetzen. Ein Sachverhalt, der allgemein bekannt ist.
Plastik verliert einerseits über viele Jahre, andererseits binnen kurzer Zeit unter Sonnenlicht, seine Weichmacher. Es zersetzt sich also. Es liegt auf der Hand, dass damit Veränderungen der Produkteigenschaften einhergehen müssen.
Ähnlich wie bei Plastikflaschen verhält es sich auch mit einer auf Polymeren basierenden Nanobeschichtung. Die Bestandteile, die zur Vernetzung beitragen, werden durch UV-Strahlung zerstört und somit zersetzt sich die Beschichtung. Der Nano-Effekt ist dahin. Je nach Einsatzgebiet dauert es drei bis sechs Monate, bis die Wirkung vollständig verloren gegangen ist.
Während gerade im Außenbereich dieser Punkt nachvollziehbar ist, ist es zum Beispiel im Badezimmer nicht so offensichtlich. Hier tritt der Nachteil zu Tage, dass diese Beschichtung nicht abriebfest ist. Also einmal mit einem Lappen oder einem Tuch gewischt, schon ist der Effekt gemindert. Außerdem sind die Beschichtungen gegenüber Seifen bzw. Tensiden unbeständig, das heißt sie werden oberflächlich angegriffen. Somit ist auch hier der positive Effekt nur von kurzer Dauer.


Sinnvolle Einsatzbereiche

Wir möchten darauf hinweisen, dass auch diese Art von Produkten ihre Berechtigung am Markt haben, da sie in bestimmten Fällen sinnvoll sein können. Manche Effekte lassen sich sogar nur so erzielen, beispielsweise wenn ein Spiegel oder Fenster nicht mehr beschlagen soll. Anti-Beschlag oder englisch „anti fog“ ist das Stichwort. Äußerst praktisch, aber nach spätestens vier Wochen hat der Effekt schon so deutlich nachgelassen, dass ein erneutes Aufbringen unausweichlich ist. Es gilt deshalb immer, die Vor- und Nachteile abzuwägen.